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06. 04. 2022

opti 2022: Fokusthema Nachhaltigkeit - Wenn aus Baumwolle eine Brille wird

Der Frühling naht und mit ihm die Sonderedition der opti. Endlich kann die Internationale Messe für Optik und Design wieder an den Start gehen, ohne Zugangsbeschränkungen, ohne Besucherobergrenze, ohne Verpflichtung, eine Maske zu tragen. Wenn sich die augenoptische Branche vom 13. bis 15. Mai 2022 in München trifft, wird Nachhaltigkeit einer der Schwerpunkte sein.


Es dreht sich viel umNachhaltigkeit auf der opti 2022. Drei Tage lang kann sich das Fachpublikum nach der pandemiebedingten Pause wieder live über Innovationen der Augenoptik informieren, darunter eine Vielzahl grüner Trends. „opti 2022 is a great opportunity for all of us not only to talk about sustainability, but also to show what we achieved in that direction,” erklärt Andrea Morosi, CEO der Danor S.r.l. Der italienische Hersteller veganer Sonnenbrillen ist einer der opti-Aussteller, die sich aus Überzeugung der Nachhaltigkeit verschrieben haben.

Naturmaterialien, Recyclingmaterialien und 3D-Druck
Brillenfassungen aus Naturmaterialien, wie Büffelhorn oder Holz, sind die Klassiker in Sachen Nachhaltigkeit. Ergänzt werden sie heute durch eine Vielzahl an Produktneuheiten, basierend auf modernen Produktionsverfahren, die den Recyclinggedanken aufnehmen sowie neue Materialansätze beinhalten.

„Die opti im Mai 2022 ist auch für uns ein wichtiges Ereignis, genau diesen Gedanken mit der Branche zu teilen. Darüber hinaus bietet sich die Messe als hervorragende Gelegenheit, einen weiteren nachhaltigen Meilenstein von NEUBAU vorzustellen – eine einzigartige Kollektion aus einer spannenden Kombination aus nachhaltigem Azetat und Titan“, verrät Daniel Liktor von NEUBAU EYEWEAR. Das Premium-Label bietet seit seiner Gründung 2016 Umweltbewusstsein „made in Austria“.  

Acetat-Brillen gehören inzwischen zu den Lieblingen der trendigen und modeorientierten Hersteller. Durch chemische Prozesse und Weiterverarbeitung entstehen aus Baumwolle so genannte Acetatplatten, die in der Brillenproduktion eingesetzt werden. Bei Acetate Renew wird sogar aller Kunststoff-Abfall, der bei der Produktion übrigbleibt, durch ein spezielles Rückgewinnungsverfahren zum Rohstoff für nachhaltigere Cellulose-Acetatplatten − bestehend aus 60 Prozent biobasiertem und 40 Prozent zertifiziertem, recyceltem Ausgangsmaterial. Heißt: weniger Abfall und, im Vergleich zu herkömmlich hergestelltem Acetat, um 25 bis 50 Prozent weniger Emissionen.

Auch im 3D-Druckverfahren ist das Thema Nachhaltigkeit präsent. Hier kommen mittlerweile bio-basierte Materialien zum Einsatz, beispielsweise ein Polymer, das aus gentechnikfreiem Rizinusöl gewonnen wird. Es stammt nicht nur von einer erneuerbaren Rohstoffquelle, sondern ermöglicht, Brillenfassungen tatsächlich in No-Waste-Methode herzustellen.

Ein weiteres in der Augenoptik eingesetztes Produktionsverfahren ist die Spritzgussfertigung. Recyclingmaterial wird auch hier eingesetzt. Sei es bei Fassungen, die zu über 99 Prozent aus recycelten Kunststoffen wie PET-Plastikflaschen bestehen oder aus sortenrein sortiertem Kunststoffmüll, der aus dem Meer gefischt wurde.

Ganzheitliche Ansätze in der Industrie
Teils unter politischem Druck, aber zunehmend auch aus unternehmerischer Selbstverpflichtung integriert die augenoptische Industrie das Thema Nachhaltigkeit mehr und mehr in ihre Unternehmensstrategien. Nachhaltigkeit sei viel mehr – nicht NUR grün, sagt Geschäftsführer Oliver Bartsch vom Brillenreinigungs-Spezialisten GLASKLAR. Industrielle Prozesse verändern sich, Themen wie energieeffiziente Fertigung, ein geringer CO2-Fußabdruck, kürzere Lieferwege, Sparen von Verpackungsmaterialien oder Reduzieren von Abfällen in der Produktion rücken in den Vordergrund.

In der industriellen Fertigung geht es darum, die Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren und Strom aus erneuerbaren Energien, z.B. Wasserkraft, zu nutzen. Dabei wird nicht selten in eigene Photovoltaikanlagen investiert. In Produktionsstätten für Metallfassungen und Brillenkomponenten, senkt beispielsweise umweltfreundliche Galvanotechnik den jährlichen Wasser- und Energieverbrauch. Apropos: Mit Hilfe von Filtersystemen und geschlossenen Wasserkreisläufen mit Wiederaufbereitungsanlagen reduzieren Glashersteller ihren Wasserverbrauch auf ein Minimum. Zudem werden Abfallprodukte und Schleifrückstände recycelt, die beim Schleifen der Brillengläser entstehen.

Doch nicht alle Abfälle und Emissionen lassen sich vermeiden. Viele in der Branche kompensieren inzwischen ihren CO2-Fußabdruck durch Investitionen in den Klimaschutz. Stefan Kroll, Geschäftsführer der Optima Pharmazeutische GmbH nahe München dazu: „Alle Emissionen, die in Zusammenhang mit der Herstellung unseres LipoNit Augenpflege-Sortiments und mit unserer Unternehmenstätigkeit entstehen, inklusive Materialien, Energieaufwand, Transport etc., gleichen wir durch Emissionszertifikate aus. Die international anerkannten Klimaschutzprojekte, die dahinterstecken, sorgen nicht nur für eine Treibhausgas-Reduzierung, sondern sind gleichzeitig Entwicklungshilfe für die Menschen vor Ort.“ Nachhaltigkeit beschränkt sich also nicht nur darauf, beispielsweise Bäume zu pflanzen. Zur nachhaltigen Unternehmensstrategie gehört es genauso, eine Arbeitskultur zu schaffen, die sozial und inklusiv ist.

Nachhaltigkeit für die Kundenansprache nutzen
„Tue Gutes und sprich darüber“ eröffnet on top neue Potenziale für Image und Kundenansprache. Selbst kleinere traditionelle Augenoptikbetriebe haben das erkannt und positionieren sich so erfolgreich gegenüber Wettbewerbern wie Filialisten und dem Onlinehandel. Ganz nebenbei ist Nachhaltigkeit ein schönes Thema, das Storytelling des Augenoptikers rund um seine Ware und Dienstleistungen zu ergänzen. „Wir haben neben den Augen unserer Kunden auch die Umwelt im Blick. Wir empfehlen am liebsten langlebige, nachhaltige und regionale Produkte, die wir mit einem besonderen Preisetikett und QR-Code für mehr Informationen auszeichnen. Wir selbst wirtschaften seit 2018 bilanziell klimaneutral, seit 2020 fragen wir bei unseren wichtigsten Zulieferern nach deren Lieferketten, Materialien, Schadstoffen und Allergenen, Energieverbrauch und Quellen, Qualitätsstandards und Arbeitsbedingungen,“ erzählt Bernd Angst, Inhaber von Optik Angst im Baden-Württembergischen Deißlingen, engagiert.

Dass Klimaschutz umsatzfördernd sein kann, haben übrigens auch zwei Ausgaben der Webinar-Serie opti FORUM XT an mehreren Best-Practice-Beispielen gezeigt. Wer die Ausgaben verpasst hat, wird im Archiv der Wissenstransfer-Reihe unter https://www.opti.de/opti-forum-xt/ fündig. Transparenz hinsichtlich Wertstoffkreisläufen, Energieverbrauch, aber auch hinsichtlich Zulieferketten und deren nachhaltige Arbeits- und Produktionsbedingungen: Auch Handwerkskammern und IHKs greifen diesen Trend inzwischen mit entsprechenden Beratungsangeboten für interessierte Handwerksbetriebe auf.

Aussteller und Angebot auf einen Blick
Vor Ort auf der opti 2022, wenn sich die Branche endlich wieder persönlich trifft, stellen eine ganze Reihe von Ausstellern, ob große Player oder kleines Start-up Nachhaltigkeit ins Zentrum ihres Angebots. Unter www.opti.de/ausstellerverzeichnis sind diese und auch alle anderen ausstellenden Unternehmen tagaktuell gelistet, die sich von 13. bis 15. Mai in München dem Fachpublikum präsentieren und einen Besuch lohnen.

Sicherheit und Wohlfühlen im Vordergrund
Die opti 2022 findet unter den zum Veranstaltungszeitraum gültigen Corona-Regeln statt, voraussichtlich ohne Zugangsbeschränkungen, G-Regeln und ohne Besucherobergrenzen. Auch die Maskenpflicht entfällt, es besteht allerdings im Sinne des Basisschutzes ein Maskengebot. Eine großzügige Aufplanung, erhöhter, regelmäßiger Luftaustausch und intensive Reinigungsintervalle sorgen des Weiteren dafür, dass sich alle Teilnehmer der Frühjahrs-opti sicher wohlfühlen können. Der Zutritt zur Messe erfolgt kontaktlos, Tickets sind ausschließlich online erhältlich: www.opti.de/tickets/ Weitere Informationen gibt es unter opti.de


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  • Es dreht sich viel umNachhaltigkeit auf der opti 2022. Drei Tage lang kann sich das Fachpublikum nach der pandemiebedingten Pause wieder live über Innovationen der Augenoptik informieren, darunter eine Vielzahl grüner Trends. © GHM

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