Im Interview: Augenoptikermeister Dieter E. Mattern

Für technische Innovationen im Bereich der Augenoptik ist Dieter E. Mattern, Augenoptikermeister, Optometrist und Master of Science in Clinical Optometrie (USA), immer zu gewinnen. Somit profitieren seine Kunden in Wiesloch und Sandhausen schon lange von neuesten Technologien, gut ausgebildeten und geschulten Mitarbeitern sowie einem wertschätzenden Service.

Digitale Lösungen: papierloser Komfort mit präziser Diagnostik

opti: Herr Mattern, auf welche moderne digitale Technik in ihren Augenoptikgeschäften dürfen sich ihre Kunden freuen?

Dieter E. Mattern: Wir haben bereits Mitte der Neunziger in den ersten digitalen Keratographen investiert, um die Anpassung der Kontaktlinsen für unseren Kunden möglichst perfekt zu gestalten. Ich würde mich, zumindest was zusätzliche handschriftliche Arbeit anbetrifft, als bequemen Menschen bezeichnen und habe deshalb immer offene Augen und Ohren, wenn es um technische Vereinfachungen für betriebliche Abläufe geht. Somit ist die Ausstattung unserer Diagnostik auf dem neuesten Stand der digitalen Technik. Das begeistert unsere Kunden nachhaltig und wir freuen uns über die Weiterempfehlungen, die hierdurch ausgesprochen werden.

Über die Branchensoftware laufen die Kundendaten, die Tageskasse, der Warenbestand und die Auftragsabwicklung inklusive Gläserbestellung. Das digitale Sehtestgerät wird bei uns per iPad bedient und über eine weitere Softwarelösung laufen die Daten aus dem Scheitelbrechwertmesser sowie dem Wellenfrontmessgerät in eine Datenbank, die wiederum über eine Schnittstelle zur Branchensoftware verfügt, wo auch die Bilder aus der Diagnostik sowie eingescannte Befunde gespeichert werden können. Wichtig für mich bei aller digitaler Technik ist aber, dass am Ende noch einmal das menschliche Auge alles auf Plausibilität überprüft. Ich nutze zudem gerne die Möglichkeit, mich über besondere augenoptische Herausforderungen fachlich mit Kollegen und anhand anonymisierter digitaler Bilder auszutauschen.

opti: Was erwarten Ihre Kunden heutzutage von Ihnen?

Dieter E. Mattern: Ich denke, wir haben mit unserem hohen Dienstleistungsangebot, das ich gerne als gelebte Optometrie bezeichne, unsere Marktnische gefunden. Und dass wir diese Nische sehr gut ausfüllen, zeigt sicherlich auch die im Jahr 2016 zum zwölften Mal hintereinander an uns verliehene Auszeichnung "1a Augenoptiker", welche der größte europäische Branchen-Informationsdienst "markt intern" jährlich an inhabergeführte Unternehmen vergibt.

Mit unseren gut ausgebildeten und kompetenten Mitarbeitern bieten wir dem Kunden eine sehr hohe fachliche Qualifikation. Um dieses Level zu halten, schulen wir regelmäßig hausintern, nutzen aber auch die Schulungsangebote, die uns die Hersteller und Zulieferfirmen offerieren. Das Weiterbildungsangebot der Vereinigung Deutscher Contactlinsen-Spezialisten und Optometristen sowie der Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie wird von uns ebenfalls intensiv genutzt. Unser außergewöhnlicher Service lebt von sehr viel Wertschätzung und hierin steckt von uns allen jede Menge Herzblut.

opti: Wie schätzen Sie den zukünftigen Einfluss des Online-Handels ein?

Dieter E. Mattern: Produkte sind austauschbar, optimale Dienstleistung nicht und genau hiermit heben wir uns vom Online-Handel ab. Dem Kunden muss man manchmal erklären, dass er nicht Äpfel mit Birnen vergleichen darf, denn No-Name-Brillengläser aus Asien sind nicht mit der in Deutschland gefertigten Präzision und Qualität zu vergleichen, weshalb wir nur mit Markengläsern arbeiten. Als reiner Offline-Brillenhändler habe ich schlechte Karten, aber als optometrischer Dienstleister jede Menge Zuwächse, so sehe ich den Markt. Und hinzu kommt, dass viele Kunden das Produkt vor dem Kauf immer noch in die Hand nehmen möchten.

opti: Was erwarten Sie als Augenoptiker, Optometrist und Unternehmer von der opti 2017 und den "Digital Solutions"?

Dieter E. Mattern: Ich freue mich auf die neuesten digitalen Technologien und werde diese genau unter die Lupe nehme. Wenn ein Gerät mein persönliches Prädikat "nice to have" verdient, ist es bis zur tatsächlichen Investition meist nicht mehr weit. Das gute Aussehen unserer Kunden und Kundinnen in Form schöner Fassungen habe ich an die im Verkauf tätigen weiblichen Teammitglieder abgetreten. Mich fasziniert der Fortschritt in der Technik viel zu sehr und um in der obersten Liga mitzuspielen, muss man eben am Ball bleiben."

Zur Person

In den beiden Geschäften "Optik Mattern" von Dieter E. Mattern, Augenoptikermeister, Optometrist und Master of Science in Clinical Optometrie (USA),läuft mittlerweile die komplette Diagnostik, Fotodokumentation, Bestellung und Abwicklung dank digitaler Geräte und einer kompatiblen Branchensoftware fast papierlos.

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