Martin Himmelsbach im opti-Gespräch

Martin Himmelsbach ist Geschäftsführer der IPRO GmbH und bietet seit über 35 Jahren IT-Lösungen vom Feinsten für Augenoptiker und Hörakustiker. Als Mathematikstudent programmierte er an der ersten Softwarelösung mit und war von da ab fasziniert von der Optikerbranche.

"Diese wunderbare Mischung aus Handwerk, Design, Handel, Mode und Medizin hat mich bis heute nicht mehr losgelassen", so Himmelsbach begeistert. Im Gespräch mit der opti erläutert er, was eine moderne Branchensoftware leistet und was er unter optimalem Support versteht. Mittlerweile gehören über 3.000 Betriebe in Europa zum Kundenstamm des deutschen Marktführers, Tendenz steigend.

Moderne Branchensoftware - digitale Schnittstellenoptimierung

opti: Herr Himmelsbach, der Kunde hätte es gerne komfortabel und die gewünschten Daten möglichst einfach per Knopfdruck. Ist Ihre Branchensoftware so anwenderfreundlich und welchen weiteren Nutzen hat sie für den Augenoptiker?

Martin Himmelsbach: Eine gute Branchensoftware führt die Daten aus der Kundenkartei, dem Warenlager, der gesamten Refraktion mit ihren unterschiedlichen digitalen Geräten und dem Zahlungssystem zusammen, so dass der Optiker dann tatsächlich per Knopfdruck ein sehr genaues Bild seines Betriebes erhält.

Was ich aber noch viel wichtiger finde, ist beispielsweise die Möglichkeit, dass ich über diese Software genau die Kunden herausfiltern kann, die beispielsweise ein großes Interesse an Gläsern aus der Dämmerungsserie haben könnten oder sich als Wintersportler vielleicht die neue "unbreakable" Skibrille gönnen möchten.

Eine kurze SMS mit dem aktuellen Glasangebot meines Herstellers, eine E-Mail mit den neuesten Skibrillen oder auch direktes Posten in Facebook sind mit der IPRO-Software problemlos umsetzbar, vorausgesetzt, der Optiker hat das System zusammen mit seinen Mitarbeitern mit diesen wichtigen Kundendaten gefüttert.

Dieses persönliche Engagement in Sachen Kundenbindung ist zwar zeitintensiv, zahlt sich aber, so unsere Erfahrung, definitiv aus.  Wer seinen Kunden dann auch noch spät abends ein Shopping-Erlebnis bieten möchte, kann sich über eine individuelle Schnittstelle mit dem Webshop www.brillen-online.de verknüpfen lassen.

Dieses Partnerprojekt läuft jetzt seit vier Wochen. Gerade jüngere Kunden sind, wenn es um Sonnenbrillen geht, für diese Einkaufsmöglichkeit recht offen. Der Ü-40-Kunde shoppt lieber Lesebrillen.

"Wir sind meistens die Ersten, das macht mich stolz"

opti: Wie funktioniert eine individuelle Branchensoftware?

Himmelsbach: Eine unserer Hauptaufgaben ist die Integration verschiedenster Geräte und Verfahren und über winIPRO bieten wir bereits hunderte individueller Interfaces an, die dann jeweils noch speziell an die Wünsche der Anwender angepasst werden.

Was mich hier besonders stolz macht ist, dass wir bei den meisten angebotenen Lösungen die Ersten sind. Das liegt sicherlich daran, dass sich schon unsere Programmierer darüber Gedanken machen, was unsere Kunden im Alltag entlastet und kontinuierlich voran bringt, und zwar egal, ob es sich hierbei um Ideen im Designbereich oder um medizinische Belange handelt.

Vor Ort nehmen wir unsere Kunden durch 12 Berater sehr gerne an die Hand. Achtsamkeit ist dabei unser oberstes Gebot. Zuhören, zusehen und mit viel Sensibilität die wirklich optimale Lösung präsentieren, das ist unser Stil. Und wer hier genau hinhört, erfährt, was sich die Kunden für die Zukunft wünschen.

opti: Was muss ich als Augenoptiker an Geduld investieren, bis die Software nach dem Erwerb auch wirklich rund läuft?

Himmelsbach: Wir investieren zusammen mit dem Kunden so viel Zeit wie nötig ist, damit alles effizient funktioniert. In der Regel reicht zwei Mal ein halber Tag aus, um die Standardabläufe zu trainieren. Zudem unterstützen wir die Anwender über Webinare, Seminare und eine Telefonhotline an fünf Tagen die Woche in vier Sprachen.

"Eine wirkliche Chance, die Digitalisierung positiv zu überstehen"

opti: Was gibt es Neues und was wird die Zukunft Ihren Kunden bringen?

Himmelsbach: Mit  PASKAL 3 D haben wir die Refraktion aus der Besenkammer geholt und um ein Vielfaches attraktiver gemacht. Die neueste Version bietet aktuelle Tests zum Dämmerungssehen und für die Kinderoptometrie.

Unsere, nennen wir sie mal "Sternchenthemen" der Zukunft, sind aber die neue SQL-Datenbanksprache, die Schnittstelle für Webshops sowie das brandaktuelle Thema GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff).

Die Branche der Augenoptiker hat aus meiner Sicht wirklich die Chance, die Digitalisierung positiv zu überstehen, denn die individuelle Beratungsleistung kann ein Online-Shop nie übernehmen.

Gutes Sehen und das damit verbundene gute Aussehen wird nicht an Wichtigkeit verlieren und bislang haben es Portale wie my-Spexx oder Brille 24 lediglich geschafft, die Geschwindigkeit des Schuldenmachens zu reduzieren.

Was mich aktuell aber ganz besonders freut und auch ein bisschen stolz macht, ist, dass wir es geschafft haben, am 11. November 2016 den Grundstein für die beste digitale Abbildung von Glaskatalogen, zusammen mit fast 50 Glaslieferanten, EDV-Anbietern sowie internationalen Gästen, in Stuttgart zu legen. Wir hoffen jetzt auf die planmäßige Umsetzung des neu entwickelten Formats B2B Lens Catalogue V7 im kommenden Jahr.

opti: Herr Himmelsbach, wir bedanken uns für das Gespräch.

Zur Person

Martin Himmelsbach ist Geschäftsführer der IPRO GmbH und bietet seit über 35 Jahren IT-Lösungen für Augenoptiker und Hörakustiker. Als Mathematikstudent programmierte er an der ersten Softwarelösung mit und war von da ab fasziniert von der Optikerbranche.

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