Von Participatienten und Customer-Experiences

Anna Knaus, Studentin an der Hochschule Aalen, hat für ihre Bachelor-Arbeit "Potenziale der Digitalisierung in der Optometrie" ein Stipendium erhalten. Ausgelobt wurde das mit 2.500 Euro dotierte Stipendium von der opti, der internationalen Messe für Optik & Design, in München.

Am Freitag, 25. Januar 2019, um 10:25 Uhr stellt Anna Knaus im opti FORUM ihre Arbeit vor - und verrät vorab im Interview, warum sie die Zukunft die Augenoptik nun mit ganz anderen Augen sieht.

Frau Knaus, zuerst einmal herzlichen Glückwunsch! Sie haben mit Ihrer Arbeit das opti-Stipendium bekommen und haben dabei einen Blick in die Zukunft geworfen. Wie hat sich dieser Blick angefühlt?

Anna Knaus: Vielen Dank! Der Blick in die Zukunft war für mich sehr spannend und hat mir gezeigt wie wichtig es ist, sich vor allem mit dem Thema der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Die Zukunft der Augenoptik und Optometrie hält viele interessante Veränderungen, Neuerungen und Herausforderungen bereit. Diese Veränderungen bieten für jeden auch individuelle Chancen, die es zu nutzen gilt. 

 

Was sind die wichtigen Megatrends in der Gesellschaft und wie spiegeln sich diese in der Augenoptik wider?

Anna Knaus: Die gesellschaftlichen Trends gehen überwiegend zu einem deutlich steigenden Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und damit zu dem Wunsch der Teilnahme an Gesundheitsfragen und Untersuchungen. Der Patient wird immer mehr zum "Participatient", was bedeutet, dass unsere Kunden und Patienten durch die Möglichkeiten der Digitalisierung im augenoptischen und augenmedizinischen Bereich verstärkt selbstständig mitwirken möchten. Ein weiterer großer Punkt ist die Customer-Experience. Unsere Kunden möchten den Mehrwert eines Brillenkaufs gegenüber dem Online-Handel nicht nur in der Qualität der Beratung, sondern auch im Rahmen-Entertainment erleben und spüren. Die Aufgabe der Augenoptiker und Optometristen ist es, dem Kunden ein überzeugendes Einkaufserlebnis zu bieten.

 

Auf welchem Weg sehen Sie die augenoptische Branche? Was müssen Augenoptiker tun, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein?

Anna Knaus: Ich sehe die Branche vor großen Herausforderungen, sehe aber auch große Chancen. Genau diese Chancen, welche der gesellschaftliche Wandel und die Digitalisierung im Zusammenspiel der Augenoptik und Optometrie bieten, müssen von der jetzigen Generation der Augenoptiker erkannt und ergriffen werden, um in der Flut der Digitalisierung und Innovationen nicht unterzugehen. 

 

Sehen Sie nach dem Blick in die Zukunft die Augenoptik nun mit ganz anderen Augen?

Anna Knaus: Ja, die Präsenz und vor allem die Bedeutung des Themas Digitalisierung hat deutlich zugenommen. In meinen Augen muss sich jeder aktuell erfolgreiche Augenoptiker dieses Themas annehmen und Wege finden, die Veränderungen bestmöglich für sich selbst zu nutzen. Nur so kann ein Erfolg auch weiterhin erarbeitet werden.

 

Inwieweit ist diese Zukunft auf der opti zu erleben?

Anna Knaus: Es ist sehr interessant zu sehen wie sich dieser Wandel in Deutschland immer stärker zeigt. Ich finde es super, dass die opti sich dieses Themas so stark annimmt und mit dem opti FORUM, der futureWall und dem opti SHOWCASE die Besucher genau dort abholt wo sie abgeholt werden sollten und ihnen damit die Zukunft der Optometrie näherbringt.

Zur Person:

Anna Knaus hat im September 2014 an der Hochschule Aalen ihr Bachelorstudium begonnen und dieses 2018 erfolgreich abgeschlossen.

Aktuell studiert sie im berufsbegleitenden M. Sc. Vision Science and Business (Optometry) an der Hochschule Aalen.

Zurzeit arbeitet sie zudem bei einem Augenoptiker und führt dort unter anderem optometrische Screenings durch.

Ihr Ziel für die Zukunft ist es, das Master Studium erfolgreich abzuschließen und mit dem damit erlangten Wissen das Fachgeschäft ihrer Eltern fortzuführen und zukunftsorientiert auszubauen.

950 Minuten mit 33 Vorträgen zu aktuellen Branchen-Themen mit Simultanübersetzungen ins Englische bzw. Deutsche: Das ist das opti FORUM in Halle C4.702. Einen Programm-Überblick finden Sie hier!

mehr

  • Drucken
  • Nach oben